Technik im WWW

Die Technik, oder in diesem Sinne fast schon Technologie (griech.: "logos" = Wort, Rede, Sinn, Lehre), des Internets dient zweierlei Aufgaben. Zum einen definiert sie den Rahmen der die Kommunikation im Internet überhaupt möglich macht. Dies umfasst alle Stufen der Netzwerk- und Computertechnik. Zum anderen definiert sie ausgehend von der menschlichen Anforderung an das Internet, Regeln und Standards für die Darstellung von Information. (Das wohl bekannteste Beispiel ist die Auszeichnungssprache HTML erwähnt, die Regeln und Möglichkeiten zur Textstrukturierung vorgibt – von <h1/> bis <h6/> für Überschriften (engl.: "heading") oder <p/> für Absätze (engl.: "paragraph").)

Diese Anforderungen an Struktur und Dar­stellung sind diejenigen, mit denen man sich als Website-Schaffender genauer auseinander setzen muss. Unabhängig von der visuellen Präsentation ist die konkrete Strukturierung und Organisation von Information Grundlage einer Vielzahl von Kriterien und Anwendungen im Internet. So ermöglicht sie zum Beispiel erst die Präsentation dieser Information für sehbehinderte Menschen – Stichwort: barrie­refreies Web.

Mitte der 90er war das Missachten dieser Standards schlimmstenfalls ein Kavaliers­de­likt, in den meisten Fällen ohne Folgen. Mit dem Erwachsenwerden des World Wide Web hat sich aber heute dieser Umstand drastisch geändert, und die Nichteinhaltung kann rui­nöse Folgen haben.

Für das Atelier Lichtbruch sind diese Stand­ards ein meßbares Qualitätskriterium, das wir uns für unsere Kunden gerne selbst auf­er­le­gen.

Ethik im WWW

Als die aufklärerischen Bewegungen im 17. Jahrhundert forderten, das Individuum müsse sich seines eigenen Verstandes bedienen, haben diese sicher noch nicht an das Internet gedacht. Wahrscheinlich hätten Sie es willkommen geheißen: Als Informationsmedium, dass freie Information auf Abruf für jedermann – zu jeder Zeit, an jedem Ort zur Verfügung stellt.

Aber wahrscheinlich hätten Sie es als ebensolches auch kritisiert. Im Internet schafft jeder Information und Desinformation, jeder konsumiert Information und Desinformation. Und dadurch wird gefordert, dass jeder einzelne sich kritisch mit dem Medium Internet auseinandersetzt. Es gibt keine einfachen Regeln, keine einfachen Richtlinien an die man sich halten kann: Es ist die Vernunft gefragt, um sich im Internet zurecht zu finden.

Für uns als Website-Schaffende bedeutet dies die Verpflichtung für uns Website-Schaffende den ethischen Grundsätzen zu genügen: Kein Missbrauch sozialer Netzwerke, kein Missbrauch technischer Mängel oder unausgereifter Standards; kurz: Offenheit und Ehrlichkeit, um den Menschen vor dem Bildschirm gerecht zu werden.

Selbstorganisierende Struktur

Als für den Menschen geschaffenes und von Menschen betriebenes Kommunikationsmedium, entwickelt sich das Internet als selbstorganisierende Struktur. Ideen und Methoden werden schnell von der Gemeinschaft beurteilt und bleiben entweder als funktionierend im System oder gehen als unbrauchbar unter.

Schlechtestes Beispiel dafür, sind die lange Zeit so verbreiteten Popup-Werbungen, bei denen am Bildschirm des Anwenders ein neues Fenster aufgeht. Am Ende hat dies nur dazu geführt, dass jeder moderne Browser bereits von Haus aus einen Popup-Blocker bereitstellt, und Popup-Blocker fixer Bestandteil vieler Browser-Addons sind (wie zB. dem Google Toolbar). Ein perfektes Beispiel wie die Internet-Gemeinschaft Konzepte als misslungen betrachtet und schlicht und ergreifend ablehnt.

Ethische Suchmaschinenoptimierung

Ein anderes Beispiel für selbstorganisierende Strukturen sind Suchmaschinen. Suchmaschinen leben wirtschaftlich davon, ihren Suchern gute Ergebnisse zu liefern, und sind somit davon abhängig relevante Websites von irrelevanten Websites zu unterscheiden. Vor einiger Zeit noch, war es möglich die recht einfachen Analyse-Verfahren der Suchmaschinen durch Techniken wie Spamming (übertriebenes Wiederholen von Keywords) oder dem Einkauf von hochwertigen Links auszutricksen. Heute führen solche Methoden vielleicht kurzfristig zu Erfolg (und sind leider die Verkaufsargumente der schwarzen Schafe unter den Suchmaschinenoptimierern), aber in der Praxis und auf längere Sicht (einige Monate), führt ein solcher Versuch die Suchmaschinen auszutricksen zu Sanktionen wie etwa der Sperrung der Seite aus Suchindizi.

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